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Literaturfest München

Oskar Röhler "Selbstverfickung"
Oskar Röhler "Selbstverfickung"

Gestern Abend las Oskar Röhler aus seinem im Ullstein-Verlag erschienenen aktuellen Buch "Selbstverfickung". 

Ein sichtlich nervöser Autor stellte Selbstbetrachtungen an, hinterfragt von der hervorragenden Moderatorin des Abends: Bettina Reitz, Präsidentin der Hochschule für Fernsehen und Film München. Sie ließ das sehr aufgeschlossene Publikum Einblicke in Oskar Röhlers Roman gewähren, der gleich mehrere Ebenen bedient. Der Filmregisseur rechnet darin mit der Branche ab, sein männliches Ego hinterfragt narzistische Phantasien und der Feingeist kultiviert literarische und filmische Vorbilder.

Eine Begegnung mit einer durch die eigene Biografie gespaltene Persönlichkeit, durch die namensgebende Figur Gregor Samsa aus Franz Kafkas Roman "Die Verwandlung" repräsentiert. 

 Zu erleben war ein Künstler, der ausspricht, was er denkt und danach lebt.

Eine Inspiration für Querdenker, ein streitbarer Geist, der wohl nicht nur Verleger verunsichert hat.

Seine Leserschaft sollte deshalb nicht die bereits erschienene Kritik konsumieren, sondern gleich zur Lektüre greifen, jedoch wissend, dass mehr als platte Attitüde hinter "Selbstverfickung"steckt. 

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